
Flurfunk Geschichte
FG074 - Luigi Lucheni und die Anarchisten | Mit Johannes von Alle Zeit der Welt
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Flurfunk Geschichte
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Am 10. September 1898 sticht ein junger italienischer Wanderarbeiter am Genfer Seeufer auf die österreichische Kaiserin Elisabeth ein – und ruft, als er von ihrem Tod erfährt, jubelnd: „Es lebe die Anarchie!“ Wir kümmern uns dieses Mal um Luigi Lucheni, und zwar mit Verstärkung: Johannes vom Podcast Alle Zeit der Welt bringt uns die großen Denker des Anarchismus näher – Pierre-Joseph Proudhon, Michail Bakunin und Pjotr Kropotkin –, während wir uns fragen, wie viel von Luchenis eigener Erzählung überhaupt stimmt. Er selbst hat immer beteuert, ganz allein und aus reiner Überzeugung gehandelt zu haben. Doch schon sein Verhörprotokoll steckt voller kleiner Widersprüche: Woher wusste ein Tagelöhner, der die Kaiserin nie mit eigenen Augen gesehen haben will, eigentlich, wie sie aussieht? Und was hat es mit dem Telegramm auf sich, das ganz andere Hintermänner vermuten lässt? Wir gehen der Frage nach, ob Lucheni wirklich der einsame Einzeltäter war, als der er in die Geschichte eingegangen ist – oder ob da noch mehr dahintersteckt. Das Attentat am Genfer Seeufer Kaiserin Elisabeth reist im September 1898 unter dem Titel Gräfin von Hohenems inkognito zur Kur an den Genfersee, begleitet nu