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Flurfunk Geschichte

FG069 - Ödipus und der Wille der Götter

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Er tötete seinen Vater, heiratete seine Mutter und gab einem der bekanntesten psychoanalytischen Konzepte seinen Namen. In unserer Folge wird Ödipus vor allem als das vorgestellt, was er in den antiken Quellen wirklich ist: ein Mann, der dem Willen der Götter trotzt. Und dafür einen hohen Preis zahlt. Außerdem spricht Solveig über die Labdakiden, die Familie des Ödipus, die weitere Tragödien erlebt. Diesen sind daher auch eigene Stücke gewidmet, wie Antigone und die Sieben gegen Theben. Die griechische Tragödie Bevor wir in die Geschichte einsteigen, schauen wir uns an, wie griechische Tragödien überhaupt funktionieren und warum das Theater im antiken Athen mehr war als Unterhaltung. Entstanden im 5. Jahrhundert v. Chr., geprägt von drei Autoren — Aischylos, Sophokles und Euripides — war das Theater eine Form kultischen Handelns, fast ein Gottesdienst. Der Chor dabei ist mehr als Dekoration: Er spiegelt, wie die Gesellschaft auf das Handeln der Figuren reagiert und ist damit eine Art kollektives Gewissen auf der Bühne. König Ödipus Die Geschichte beginnt nicht mit einer Liebesgeschichte, sondern mit einer Seuche. Theben leidet, und der Seher Teiresias (unter dem Schutz Athenas

FG069 - Ödipus und der Wille der Götter — Flurfunk Geschichte