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Die sogenannte Gegenwart

Kinofilm "Vaterland": Treffen sich Thomas Mann, Goethe und die AfD ...

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Frankfurt am Main und Weimar 1949: Der Schriftsteller Thomas Mann kehrt nach Jahren im kalifornischen Exil erstmals zurück nach Deutschland, um den Goethe-Preis entgegenzunehmen – und zwar gleich zweimal. Denn sowohl Westdeutschland als auch die DDR wollen ihn ehren, schließlich beginnt gerade der Kalte Krieg und damit die Ost-West-Rivalität. Der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski erzählt in seinem Kinofilm »Vaterland« diese Episode. Hanns Zischler spielt Thomas Mann, Sandra Hüller die Tochter Erika, wie beide nach zwölf Jahren Nationalsozialismus durch das zerbombte Deutschland reisen, Alt-Nazis und Neu-Stalinisten begegnen und nach etwas suchen, was einmal Deutschland war, aber vielleicht auch nur im Kopf von Thomas Mann existiert hat.  Der Film hat fast etwas Gespenstisches, weil er sich anfühlt, als passe er mitten in unsere Gegenwart. Warum? Wo ist das mythische Deutschland Goethes, auf das sich Thomas Mann berief (»Wo ich bin, ist Deutschland«) und für das er selbst steht, eigentlich geblieben? Gab es das überhaupt je? Und wenn ja, kommt es aktuell, von rechts außen, womöglich wieder zurück? Diesen Fragen widmen sich Nina Pauer und Ijoma Mangold in einer neuen Folge des

Kinofilm "Vaterland": Treffen sich Thomas Mann, Goethe und die AfD ... — Die sogenannte Gegenwart