
Die sogenannte Gegenwart
Macht und Ohnmacht nach dem Vibe Shift
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Die sogenannte Gegenwart
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Sydney Sweeney räkelt sich für eine Jeans-Werbung, der Spruch dazu ist doppeldeutig: "Sydney Sweeney has great jeans." Hat die weiße, normschöne Schauspielerin tolle Jeans? Oder – auf Englisch klingt die Aussprache zum Verwechseln ähnlich – tolle Gene? Die Werbekampagne schien ein weiterer Beleg dafür, dass sich in der Welt der Zeichen, der Kultur, der Symbole etwas verschoben hatte. Glaubt man der gängigen Erzählung, war linksliberales Gedankengut viele Jahre lang hegemonial, jedenfalls dort, wo es im weitesten Sinne um "Kultur" ging, um den Überbau der Gesellschaft. Von den Universitäten bis zu den Pressestellen der DAX-Unternehmen, von der Popmusik bis zu den Öffentlich-Rechtlichen, überall gab man sich mehr oder weniger woke. Und dann? Kam der "vibe shift" – der Begriff steht für den kulturellen Wandel, der sich spätestens mit Trumps Wiederwahl vollzogen hat. Die Rechten sind nicht nur zurück an der Macht, sie haben jetzt auch die kulturelle Deutungshoheit. In der neuen Folge von "Die sogenannte Gegenwart" sprechen Ijoma Mangold und Lars Weisbrod über den schillernden Begriff "vibe shift" und die Wirklichkeit dahinter: Was macht dieser neue Begriff sichtbar, was bisher unsich