
ZEIT Bühne
Angela Merkel: Die AfD bei 20 Prozent? "Das ist echt nicht mehr meine Verantwortung"
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Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneuert ihre Kritik an den Anträgen zur Migrationspolitik von Friedrich Merz. Auch unter schwierigen Bedingungen sollte es nicht dazu kommen, dass Mehrheiten mit der AfD gebildet werden. Sie empfinde es nicht als richtig, "in einer solchen Situation einfach zu schweigen" – und habe deswegen ihre Meinung gesagt. Vorher informiert habe sie Merz darüber nicht. Merkel spricht von einer Frage grundsätzlicher Bedeutung. Ansonsten mische sie sich nicht in die Tagespolitik ein. Von Kritik an ihrer Migrationspolitik fühle sie sich angesprochen, sagt Merkel. "Von einer Bundeskanzlerin erwartet man, dass die irreguläre Migration reduziert wird." Sie halte die Asyl- und Einwanderungspolitik der vergangenen zehn Jahre – anders als Friedrich Merz – nicht für "verfehlt" und verweist auf Grenzkontrollen zu Österreich und das EU-Türkei-Abkommen. Man sei aber "noch nicht am Ende der Arbeit". Sie frage sich auch, warum es so schwer sei, Ausreisepflichtige "zur Ausreise zu bewegen" und warum zwei Drittel der Ausländerämter immer noch nicht digitalisiert seien. Den Aufstieg der AfD erklärt sich Merkel nach eigenen Angaben auch durch den Streit zwischen