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Ein Raum in einem Weltraumhabitat mag auf den ersten Blick völlig gewöhnlich wirken: vier Wände, eine Decke, angenehme Temperaturen und atembare Luft. Doch während die Erde uns durch ein riesiges, still funktionierendes System aus Schwerkraft, Biosphäre, Wasserkreisläufen und einem schützenden Magnetfeld trägt, geschieht im All nichts von selbst. Jeder Atemzug, jeder Tropfen Wasser und jeder Grad Temperatur ist das Ergebnis einer ununterbrochenen, technischen Arbeit gegen eine unmittelbar tödliche Umgebung. Diese Episode beleuchtet die verborgene Maschinerie, die einen gewöhnlichen Raum jenseits der Erde überhaupt erst möglich macht.
Wir betrachten die komplexen Lebenserhaltungssysteme der Internationalen Raumstation, von der ständigen Zirkulation der Luft durch unaufhörlich laufende Ventilatoren über die Aufbereitung von Urin zu Trinkwasser bis hin zu gewaltigen Radiatoren, die die Abwärme der Geräte ins Vakuum abstrahlen. Dabei wird schnell klar, dass diese Systeme nicht isoliert funktionieren. Sie sind ein hochgradig vernetztes Konstrukt aus Kreisläufen, in dem ein einziger